Schritt 3: Passiv Hören

Was würde passieren, wenn Sie diese Übungen für eine Weile zur Seite legen, und keine Texte mehr hören würden? Ihre Erinnerung würde langsam verblassen, richtig?

Was wäre, wenn Sie die Texte nach einiger Zeit wieder in die Hand nehmen und erneut lernen würden? Wahrscheinlich würden Sie es viel schneller lernen als beim ersten Mal.

Wenn Sie dieses Spiel von Lernen und Pause eine Zeit lang machen, werden Sie erkennen, dass Sie sehr bald an einen Punkt kommen, wo Sie das Gelernte jederzeit parat haben, sobald Sie nur ein einziges Wort hören.

Pausen sind also ein wichtiger Teil des Lernprozesses. Bitte sehen Sie die Pausen nicht als vergeudetet Zeit. Es ist viel mehr ein wesentlicher Integrations-Prozess. Sehen Sie sich unsere großen Meister im Lernen an, unsere Kinder. In einem Moment sind sie voll in ihr Spiel vertieft. Sie spielen mit ganzem Herzen, mit allen ihren Sinnen, voll konzentriert. Nach einer gewissen Zeit verlieren Sie das Interesse und lassen das Spiel gehen. Das ist nicht immer lustig für uns Eltern – wer räumt die ganzen Spielsachen weg? Aber so funktioniert das Lernen! Kinder nehmen das Spielzeug nicht wieder in die Hand, bevor sie sich dazu hingezogen fühlen. Aber sobald sie zurück sind, sind sie wieder mit allen Sinnen dabei, offen für eine neue Erfahrung.

Wie oben erwähnt werden Sie bald an den Punkt kommen, wo ein einziges Wort genügt um Sie an die ganze Sequenz zu erinnern. Wenn Sie in einer Umgebung leben, wo Sie laufend mit der neuen Sprache in Berührung kommen, passiert das nebenbei. Sie hören diese Laute ständig im Hintergrund. Auch wenn Sie nicht bewusst hinhören nimmt Ihr Unterbewusstsein diese Laute auf, und Schritt für Schritt gehen diese Sätze in ihr Langzeitgedächtnis über.

Nun, wenn Sie im Moment nicht in einem Land leben, in dem Telugu ständig gesprochen wird, können Sie trotzdem diesen Effekt trotzdem nutzen. Das nennen wir passiv Hören. Sie spielen einfach die Übungen, die sie vorher gelernt haben, im Hintergrund leise ab. Stellen Sie die Lautstärke auf sehr leise, sodass sie den Text gerade NICHT verstehen können, und gehen Sie irgendeiner anderen Beschäftigung nach. Zum Beispiel eigenen sich Routinetätigkeiten sehr gut, Sport, TV ansehen, Zeitung lesen, oder sogar das Durcharbeiten einer anderen Lektion wäre möglich. Von Zeit zu Zeit, in einem stillen Moment, werden Sie ein Wort aufschnappen und den Klang erkennen. Das ist dann so, als würden Sie einen alten Freund wiedersehen und ihn grüßen. Ihr Unterbewusstsein wird sich an all die schönen Dinge erinnern, die Sie gemeinsam erlebt haben, und mit diesem guten Gefühl gehen Sie weiter und tun, was immer Sie gerade tun. Das ist alles.

Der springende Punkt ist, dass während des passiven Hörens die Worte und der Klang langsam vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis übernommen werden. Keine harte Arbeit, kein stures Wiederholen langer Listen von Vokabeln, nichts dergleichen.

Es ist aber wichtig, dass Sie dabei spielerisch bleiben. Arbeiten Sie mit den Übungen nur solange, wie es sich für Sie richtig anfühlt. Zwingen Sie sich nicht mit Gewalt zum passiv Hören, wenn es nicht mehr passt. Machen Sie eine Pause und legen Sie die Übungen eine Zeit zur Seite. Nach einer gewissen Zeit wird es umso leichter gehen und der Erfolg wird Sie umso mehr motivieren.

Schritt 2

Hier ist noch einmal die Zusammenfassung der wichtigsten Vorteile:

  1. Durch das ständige Hören der Laute im Hintergrund entwickeln wir ein sehr gutes Sprachgefühl. Jede Stunde passives Hören ist wie ein Mini-Urlaub in Andhra Pradesh. Je mehr wir passiv hören umso schneller werden wir die Sprache meistern.

  2. Es gibt viele Situationen, wo wir irgendwo warten müssen, mit dem Bus oder Auto fahren, Sport betreiben, usw. Alle diese Zeiten können wir für das unbewusste Hören nutzen. Unsere kreativste Zeit bleibt damit frei für andere Dinge.

  3. Auch wenn wir nicht bewusst zuhören, werden wir von Zeit zu Zeit in einem ruhigen Moment ein Wort aufschnappen. Diese Momente sind jedes Mal kleine Erfolgserlebnisse: „Ahh, ich kenne das Wort...“ Mit all diesen kleinen Erfolgserlebnissen gewinnen wir schnell an Sicherheit in der neuen Sprache.

Es wird nicht lange dauern, bis Sie sich für neue Übungen interessieren, wie zum Beispiel dem Sprechen, Lesen oder Schreiben. Das ist das Thema von Schritt 4...