Einführung in das Telugu Alphabet

Willkommen zu dieser Einführung in das Telugu-Alphabet. Das ist der erste Teil einer insgesamt 3-teiligen Serie, die Ihnen zeigt, wie das Alphabet in Telugu aufgebaut ist. In diesem Artikel werden wir einen Satz verwenden, den Sie bereits kennen, wenn sie das erste Schritte Tutorial gemacht haben. Wir werden jeden einzelnen Buchstaben dieses Satzes durchgehen und erklären, wie die Symbole zusammengesetzt sind.

Im zweiten Teil dieser Serie werden wir alle Vokale, Konsonanten und deren Kombinationen auflisten. Diese Kombinationen sehen auf den ersten Blick vielleicht etwas zahlreich und/oder verwirrend aus, aber sobald Sie mit dem System vertraut sind, wird es ihnen deutlich einfacher vorkommen.

Im letzten Teil werden die Konsonanten-Konsonanten-Kombinationen vorgestellt, also alle jene Symbole, die mit der sekundären Form der Konsonanten gebildet werden.

Starten wir mit dem folgenden Satz:

atadu ramudu

Das ist die erste Übung aus Lektion 1 aus dem Buch Vakyanirmanam. Wie bereits erwähnt sind Sie mit diesem Satz wahrscheinlich schon sehr gut vertraut, wenn Sie das Tutorial gemacht haben.

Nun, die erste Regel, die Sie kennen müssen, wenn Sie das Alphabet lernen ist:

 

Die Symbole repräsentieren Silben

und

diese Silben enden mit einem Vokal.

 

Es gibt nur wenige Ausnahmen zu dieser Regel, und die werden wir im zweiten Teil kennen lernen, aber für den Moment bleiben wir einmal dabei und sehen wir uns anhand des Beispiels an, was das bedeutet. Hier ist der Satz von oben noch einmal dargestellt, aber diesmal sind die Silben aufgeteilt, sodass man sie besser erkennen kann:

a-ta-du ra-mu-du

Sie sehen, die erste Silbe 'a' ist ein einzelner Vokal. In diesem Fall ist es also keine richtige Silbe, der Vokal steht für sich allein. In allen andern Fällen wird die Silbe aus einem Konsonanten plus einem Vokal gebildet. Jeder dieser Silben wird durch ein eigenes Zeichen repräsentiert.

Um besser zu verstehen, wie diese Kombinationen funktionieren, brauchen wir eine zweite Regel:

 

Jedes Zeichen in Telugu hat eine primäre und eine sekundäre Form.
Die primäre Form wird verwendet, wenn der Laut die Basis des Symbols bildet.
Die sekundäre Form wird verwendet, wenn der Laut mit einer anderen Basis kombiniert wird.

 

Also: Die primäre Form eines Vokals wird nur dann verwendet, wenn der Vokal für sich alleine steht. Das ist nur am Anfang eines Wortes der Fall. In allen anderen Fällen wird die sekundäre Form des Vokals mit der primären Form des vorausgehenden Konsonanten kombiniert. Sehen wir uns das anhand des Beispiels an.

Hier ist eine Liste der verwendeten Vokale, jeweils mit entsprechender primärer und sekundärer Form:

vowels

Und hier ist die Liste der im Beispiel verwendeten Konsonanten:

consonants

Es ist Ihnen wahrscheinlich aufgefallen, dass alle Konsonanten mit einem 'a' enden. Das ist eine weitere Grund-Regel: Alle Konsonanten haben standardmäßig ein 'a' als abschließenden Vokal. Dieses 'a' wird durch den neuen Vokal ersetzt, wenn der Konsonant mit einem anderen Vokal kombiniert wird.

In anderen Worten: In ihrer Grundform werden die Konsonanten immer mit dem 'a' dargestellt. Es sind also in Wahrheit Silben, nicht die puren Konsonanten. Aber sobald der Konsonant mit einem anderen Vokal kombiniert wird, wird das 'a' durch den neuen Vokal ersetzt.

Hier ist ein Beispiel:

da + u = du

Das standardmäßige 'a' in 'da' wird ersetzt durch den neuen Vokal 'u' und bilden so die Silbe 'du'. Bitte beachten Sie, dass dabei die sekundäre Form von 'u' () mit der primären Form von 'da' kombiniert wird.

Nach diesem Muster können wir jetzt alle Silben bilden, die wir bereits kennen. Hier ist eine Liste aller möglicher Kombinationen:

combined consonants example

Können Sie das Muster in der Tabelle erkennen? Die primäre Form der Konsonanten (rot) bilden die Basis der Symbole, die sekundäre Form der Vokale (gelb und pink) wird jeweils draufgesetzt. Zusammen bilden sie das kombinierte Konsonanten-Vokal-Symbol (genannt gụnintamulu).

Mit dieser Tabelle können wir jetzt alle Silben in unserem Beispiel in die entsprechende Lautschrift übersetzen:

atadu ramudu

 

Das waren also die Silben in unserem Beispielsatz. Wenn Sie wissen wollen, wie der Rest der Kombinationen aus Konsonanten und Vokalen gebildet wird, dann folgen Sie mir bitte zum nächsten Teil...